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Also wie gesagt, ich bin ja jetzt schon üüüber 2 Monate alt!!! Ich kann mich nicht mehr so genau an meine Geburt erinnern, aber eigentlich wollte ich gar nicht raus. Da mussten die Leute noch auf den Bauch von Mami drücken, die gemeinen! Dabei ging es mir doch sooo gut da drinnen! Also weil ich nicht mehr so viel weiß, hat Mami aufgeschrieben wie die Geburt war, und sie hat gesagt, ich darf das hier reinschreiben.

 Also viel Spass beim Lesen!!!

 

Die ganzen letzten Wochen wartete ich fieberhaft darauf, endlich richtige Wehen zu bekommen. Ich konnte es kaum erwarten, meine kleine Maus endlich in den Armen halten zu können, doch als ich dann am 23. Februar gegen 5 uhr morgens aufwachte, weil ich auslief, hoffte ich inständig, dass es irgendwas war, nur nicht mein Blasensprung! Weg waren die Bilder von diesem kleinen Geschöpf, welches ich in meinen Armen hielt, mein Freund der neben mir saß und vor Glück weinte... Stattdessen sah ich mich nun hilflos auf einem Bett liegen und vor Schmerzen um den Tod betteln. Mein Gott, kann Liebe blind machen.

Nachdem ich erfolglos versucht hatte, meinen Ausfluss irgendwie anzuhalten, stand ich auf, klemmte mir ein Handtuch zwischen die Beine und kämpfte mich mit zusammengepressten Oberschenkeln in das Zimmer meines Freundes, um ihn zu wecken. "Schadz, hör mal.", sagte ich nur. Mein Freund hörte das Tropfen und sah das Handtuch zwischen meinen Beinen, schaute mich aber nur müde an. Als wir schließlich zu dem Schluss kamen, dass tatsächlich meine Fruchtblase geplatzt sein musste, beschloss er erstmal in Ruhe zu duschen und zu frühstücken. Weil ich andere Probleme hatte, als mich darüber aufzuregen, legte ich mich mit weiteren 5 Handtüchern unterm Po aufs Bett und starrte die Decke an. Mir schossen die ganzen schrecklichen Bilder von "Mein Baby" in den Kopf, auf denen Frauen zu sehen waren, die schrien, als würden sie verbrennen oder auf irgendeine andere Art grauenvoll zu Tode kommen. Ich hätte mir diese Sendungen wirklich nicht anschauen sollen. Im Krankenhaus wurde ich dann natürlich erstmal stundenlang ans CTG angeschlossen. Mir wurde gesagt, dass sie bis um 12 warten würden. Wenn bis dahin keine guten Wehen da waren, wollten sie mich einleiten. Verdammt, ich wollte gar keine guten Wehen!

Ich wurde auch gefragt, ob ich denn später eine PDA wollte, worauf ich sofort einwilligte. Immernoch am CTG liegend, waren sie dann plötzlich da. Von einem Moment auf den anderen bekam ich solche Unterleibsschmerzen, dass ich schrie und heulte und mich hin- und herwarf. Als das Ganze vorbei war, sah ich auf dem CTG ein kaum bemerkenswertes kleines Hügelchen. Das sollte erst der Anfang sein? Ach du heilige Scheiße, ich will einen Kaiserschnitt, sofort! Ich hielt das Ganze noch etwa eine Stunde aus, bekam danach einen Einlauf (was ich überigens echt toll fand, weil ich absolut keine Lust hatte, bei der Geburt aufs Bett zu kacken, wie es schon unzählige Frauen vor mir getan hatten) und wurde dann in den Kreissaal gebracht, wo ich endlich die PDA bekam. Ich nahm das unangenehme Gefühl einen Schlauch im Rücken zu haben gerne in Kauf, denn kurz darauf verschwanden alle meine Schmerzen und ich schlief sogar für eine halbe Stunde ein. Mein Gott, dachte ich. Welche Frau schläft schon im Kreissaal? Aber ich bin sicherlich nicht die Erste gewesen. Als ich aufwachte, spürte ich die Wehen wieder leicht und sagte Bescheid. Mir wurde jedoch nur gesagt, dass mein Muttermund jetzt offen sei und die Presswehen gleich losgehen würden (die man ja spüren muss, damit man überhaupt presst). Na toll, dachte ich. Irgendwie hatte ich ja gehofft, dass das alles war. Aber ich hatte mich gewaltig getäuscht. Ich hatte zwar nicht den Drang zu pressen, aber die Hebamme schrie mich so laut an, dass ich nicht anders konnte. Also, Beine hoch, Hände in die Kniekehlen, Kopf auf die Brust und los geht’s. Ich bekam nicht mehr allzuviel von meiner Umwelt mit, aber mir wurde später erzählt, dass ich ständig darum gebeten habe, dass ein Kaiserschnitt gemacht wird (das Letzte mal, als das Köpfchen schon rausguckte) und dass ich fast ununterbrochen so laut Scheiße rief, dass man es auf der ganzen Etage hören konnte. So ein Glück, dass der Kreissaal kein Ort ist, an dem man leise sein muss. Jedenfalls lag ich dann so da und presste immer schön bei jeder Wehe. Aber immer als sie vorbei war, guckten sich Hebamme und Ärztin nur enttäuscht an. Jetzt war ich auch noch zu dumm zum pressen, dachte ich zwischen zwei Wehen.

Und dann ging es los: "Nur noch eine Wehe" Ärztin und Hebamme wiederholten diesen Satz in der folgenden Stunde mindestens 20 mal. Irgendwann musste mein Freund sich sogar das Lachen verkneifen, wie er es mir später erzählte. Das

Schlimmste war, als ich gebeten wurde, mich für ein paar Wehen hinzustellen. Ich wurde von drei Leuten versucht aufrecht zu halten, doch nach 2 Wehen konnte ich absolut

Nicht mehr und durfte mich dann glücklicherweise wieder

Hinlegen. Eine Stunde später war es dann jedenfalls soweit:

Ich, immernoch fröhlich am Pressen, höre auf einmal ein Schreien. Ist das etwa mein Baby? Fragte ich mich. Ich

Zwang mich, die Augen aufzumachen. Und tatsächlich, kurz

Darauf wurde mir ein kleines Bündelchen auf den Bauch

Gelegt. Ich kann mich daran erinnern, mein Baby gesehen

Zu haben, aber nichts anderes. Alles um uns herum war

Irgendwie weg. Ein wahnsinniger Moment. Mein Freund

Beugte sich über mich und... Was war das da in seinem Gesicht? Ja, eine richtige Träne. Nein, sogar zwei! Und

Während mein Freund sich dann zum Fenster setzte und

Sich mit unserem Baby beschäftigte, lag ich immernoch

Eine dreiviertel Stunde auf diesem Bett, bis die Plazenta

Sich dann doch nochmal entschied, auch raus zu kommen.

Als ich dann endlich die Möglichkeit hatte, mich mit meiner

Kleinen zu beschäftigen, schlief ich dann dummerweise

Ein. Zwar nur für eine halbe Stunde, aber es tat wirklich

Unheimlich gut! Da ich einen Dammschnitt hatte, hatte

Ich die nächsten Tage noch zu kämpfen, wenn ich

Aufstehen oder mich umdrehen wollte. Doch ansonsten

Habe ich kaum Spuren von der Geburt behalten, und

Ich muss sagen; auch wenn ich mir vorher fast in die Hose

Gemacht habe und mir inmitten der Geburt den Tod

Gewünscht habe... Jetzt, drei Wochen danach und mit

Ein bisschen Abstand, betrachte ich meine Geburt

Als wirklich verdammt gut gelaufen. Natürlich war es

Das allemal wert. Und ich bin so glücklich, dass mein

Kleines Mädchen gesund ist. Auch wenn Schwangere

Diesen Spruch nicht mehr hören können (und das weiß

Ich aus eigener Erfahrung): Nach der Geburt, wenn

Man sein Kind in den Armen hält und dieses Wunder

Erlebt, sind alle Schmerzen vergessen!




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